Fotogalerien

Alle Fotos bis einschließlich 2008 wurden von mir mit einer manuellen Minolta X-700 und Objektiven mit Festbrennweiten zwischen 17 und 135 mm aufgenommen. Obwohl es sicher weiter entwickelte Kameras als dieses über 20 Jahre alte Gerät gab, waren es die Robustheit und Zuverlässigkeit, die gerade auf Reisen in entlegenen Gebieten unserer Erde manchmal mehr wert sind als komplizierte technische Finessen. Als mal etwas kaputt ging, konnte die Kamera selbst in einer indischen Werkstatt repariert werden. Natürlich entging mir ab und zu ein Motiv, manuelle Einstellung dauerte einfach länger. Aber dafür waren die Bilder dann eben auch handgemacht. Ein großer Vorteil der analogen Fotografie ist, finde ich, dass die Fotos vor Ort entstehen und nicht später am PC. So faszinierend die digitalen Möglichkeiten auch sind, die Gefahr ist sicher groß, mit viel Nachbearbeiten und Zurechtschneiden seine fotografische Handschrift zu verlieren.
Aber dennoch, auch an mir ging die in den letzten Jahren immer besser gewordene digitale Technik nicht spurlos vorüber. Auf der geplanten Tibet-Radtour 2009 hatte ich aus Gewichtsgründen nur eine Canon G10 mit und hab völlig überrascht festgestellt, dass die Fotos mit diesem kleinen Ding zum Teil besser waren als die mit großer Sorgfalt gemachten Scanns meiner Dias. Mittlerweile ist es seit 2010 mit einer Nikon D 7000 und ein paar Objektiven wieder ein wenig mehr Gewicht geworden und ich muss schon zugeben, dass mir das Fotografieren mit der neuen Kamera sehr viel Spaß macht und meine gute alte Minolta ziemlich schnell in Vergessenheit geriet.
Mal sehen, wo es hingeht. Die Technik entwickelt sich weiter und damit ja manchmal auch diejenigen, die sie benutzen. Ich hoffe zumindest sehr, dass ich mir meinen analogen Stil erhalten kann und nicht dem Knipsen verfalle. Aber das sollte ja möglich sein..
Viel Freunde beim Anschauen der Fotos in den Galerien. Es wird ersichtlich sein, der größte Teil meiner Faszination für Indien sind seine Bewohner. Diese zerfurchten Gesichter der Alten, denen man das Mühsal des ganzen Lebens ansieht, die strahlenden Augen der Kinder, die sich über Dinge freuen, die wir schon nicht einmal mehr wahrnehmen. Durch die Langsamkeit meines Reisens war es einfach, mit den Menschen in Kontakt zu kommen. So war ich glücklicherweise nicht auf heimliche Schnappschüsse angewiesen, die meisten Fotos entstanden während dieser Begegnungen.



















