Zur Startseite Frank Bienewald
Zur Startseite Frank Bienewald


Über mich


Geboren und aufgewachsen am Rand der Sächsischen Schweiz, Kindergarten ohne nennenswerte Schäden überstanden, hatte ich erste Kontakte mit der Fotografie während meiner Schulzeit im zarten Alter von vielleicht 10 Jahren. Der große Durchbruch blieb aus, andere Dinge, zu denen das Lernen nur bedingt zählte, wurden wichtiger. Aber auch die Schulzeit nahm ein Ende und mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung als Maschinenbauer schien mein Lebensweg, zumindest für meine Eltern, ziemlich klar umrissen.

1985 verließ ich die DDR und verbrachte einige Jahre im Schwarzwald in Baden-Württemberg. Nach Jahren mit relativ eingeschränkten Reisemöglichkeiten in der DDR stand plötzlich die Welt offen. Ich war zu dieser Zeit meist kletternd in den süddeutschen und französischen Klettergebieten unterwegs, Teile Nordamerikas und Europas erschloss ich mir mit dem Fahrrad. Arbeit war nur eine lebens- und sporterhaltende Notwendigkeit. Im Nachhinein war es eine sehr intensive und lehrreiche Zeit, auch um festzustellen, in welch schönem

Teil Deutschlands ich aufwachsen konnte.
Dem Leben im perfekt regulierten Deutschland nach einer Weile überdrüssig, lagerte ich 1991 meine Habseligkeiten in den Kellern von Freunden ein und flog nach Australien. Ich wollte ein Jahr lang reisen und einfach mal sehen, wie die Menschen in anderen Teilen der Welt leben. Die lockere Lebensart der Australier gefiel mir, Dinge wie Hausordnung und Autoputzen schienen schienen nicht mehr Lebensinhalt der Mehrheit zu sein und die gebraucht gekaufte Enduromaschine war hervorragend geeignet,


ein wenig vom roten Kontinent zu sehen. Nach vier Monaten in Australien verbrachte ich drei Monate wandernd in Neuseeland, aber richtig gespannt war ich auf Nepal. Ich wollte endlich mal die höchsten Berge der Welt, die ich nur aus Bildbänden kannte, mit eigenen Augen sehen. Mein erster Kontakt mit der so genannten Dritten Welt war irritierend. Noch nie zuvor hatte ich Menschen in Armut und Schmutz leben sehen, Ansichten zu meiner eigenen Kultur begannen sich zu relativieren. Es war wieder möglich, einige der Dinge zu schätzen, die ich vorher für dekadent und überflüssig hielt.

Dies passierte später in Indien noch oft. Die Wanderungen im Annapurna- und Langtang-Gebiet waren ein unvergessliches Erlebnis, aber ungünstige Visa-Regeln zwangen mich, Nepal früher zu verlassen, als ich vorhatte. Auf Indien somit überhaupt nicht vorbereitet, war Varanasi als Ankunftsort eher ein Schock. Es war Mitte Mai, die wärmste Zeit des Jahres in der Gangesebene und ich fühlte mich als Fremder wie nie zuvor. Ich verbrachte einige Wochen im unerträglich heißen Flachland und „flüchtete“ dann völlig entnervt nach Ladakh im Himalaya. Mit anfänglichen Nie wieder Indien- Gedanken

wieder in Deutschland zog ich zurück nach Dresden und begann eine Ausbildung zum Physiotherapeut. Damit kam ich zu einem Ort zurück, den ich erst während meiner langen Abwesenheit richtig zu schätzen lernte und hatte auch einen Beruf gefunden, der mich erfüllte. Nach und nach erwachte meine Reiselust wieder und 1997 flog ich nach Indien zurück. Nach nichts mehr auf der Suche, verbrachte ich viel Zeit an religiös wichtigen Orten und mein Reisetempo verlangsamte sich mehr und mehr. Ich war neugierig und ließ mich treiben. Nach 12 Monaten zurück in Dresden


war mir klar, dass dies nicht das letzte Mal in Indien gewesen sein kann, dafür war diese Reise viel zu interessant. Und ich hatte gerade mal eine Ahnung davon bekommen, was diese Kultur an Werten besitzt, die bei uns schon lange verloren zu sein scheinen. Im Herbst 2000 erfüllte ich mir einen alten Traum und fuhr mit dem Fahrrad überland nach Indien. Was eigentlich nur als Alternative zum viel zu schnellen Flugzeug geplant war,

entwickelte sich zu einer 35.000 km langen Radreise, 22.000 km davon nur in Indien. Für mich eine wunderbare Möglichkeit, mir mein Vorwärtskommen selbst zu erarbeiten und ganz neue Facetten Indiens kennen zu lernen. Ich konnte fahren, wann und wohin ich wollte und, fast noch wichtiger, ich konnte anhalten, wann immer ich wollte. Es war angenehm, mit dem Fahrrad als dem Transportmittel der ärmeren Bevölkerung nicht ständig als der

unendlich reiche Westler abgestempelt zu sein. Aber 20 Monate unterwegs zu sein war auch eine lange Zeit, ich freute mich sehr auf Dresden und die Freunde hier in der Nähe und hatte eine lange Zeit überhaupt nicht das Bedürfnis, von hier wegzufahren.
Dennoch, Indien wurde zu einem Land, welches einen großen Reiz auf mich ausübt und so war es nur eine Frage der Zeit, bis das Fernweh wieder groß genug wurde.


Nach der Radtour in den Jahren 2000 bis 2002 folgten viele weitere Reisen nach Indien. 2007 war ich noch mal 6 Monate in Nordindien unterwegs, nur 2008 gab es einen kleinen, aber sehr schönen Ausrutscher nach Kambodscha. Den Nordosten Indiens konnte ich 2010 und 2011 als Leiter von Reisegruppen kennen lernen, in den Jahren darauf war ich einige Monate für mein neues Vortragsprojekt „INDIEN – zwischen den Welten“ fotografierend in vielen anderen Gegenden des Subkontinents unterwegs. Mittlerweile sind es ungefähr 5 Jahre meines Lebens, die ich in diesem nie langweilig werdenden Land verbracht habe. Ein Ende ist nicht wirklich abzusehen, obwohl mein fotografischer Fokus im Moment eher auf Nepal liegt. Ich fühle mich einfach wohl in dieser Kultur und mittlerweile auch ein klein wenig zuhause.
Wobei das “richtige” Zuhause wohl immer die schöne Stadt an der Elbe bleiben wird…



Die Reisen in Indien erweckten auch das Interesse an der Fotografie wieder in mir. Vieles, was ich sah, war einfach so ungewöhnlich und fremd, dass ich nicht umhin kam, Fotos davon zu machen. Meine gute alte Praktica MTL 5, die ich mir mit meinem Lehrlingsgeld zusammengespart hatte und mit der ich bei meinem ersten Indienaufenthalt 1992 noch fotografierte, stürzte mir wenig später beim Klettern in der Schweiz ab. Die nächste Kamera wurde eine Minolta X-300, die ich dann vor meiner langen Radtour durch eine X-700 ersetzte. Diese absolut zuverlässige und robuste Kamera begleitete mich auf allen Reisen bis 2008 und hätte es noch länger getan, wenn ich nicht für eine geplante illegale Tibet-Durchquerung mit dem Rad eine möglichst leichte Kameraausrüstung gesucht hätte. Die Canon Powershot G10 wurde mein Einstieg in die digitale Fotografie. Obwohl meine Reisepläne an der Unerbittlichkeit des chinesischen Militärs zerschellten, die Fotos, die ich mit diesem kleinen Gerät machte, beeindruckten mich sehr. Die meisten waren besser als die Scans meiner Dias. Dann musste eine digitale Spiegelreflexkamera her, die erste Reise mit meiner neuen Nikon D 7000 war die Indientour 2010.

Die 2012 neu erschienene Nikon D 800 war der nächste Schritt vorwärts, bis auf das teilweise sehr spaßdämpfende Gesamtgewicht meiner Ausrüstung war ich absolut glücklich mit dieser Kamera. Gerade in den Himalaya-Regionen Indiens und Nepals aber war es teilweise äußerst mühsam, dieses schwere Equipment mit meiner Art und Weise des Reisens zu vereinbaren. Die Technik wurde und wird immer besser, zum Testen kaufte ich mir im Sommer 2015 eine gebrauchte Sony Alpha 6000 und war begeistert von der Bildqualität in Relation zu Größe und Gewicht. Alle Nepalfotos aus dem Jahr 2015 wurden mit dieser Kamera gemacht. Die Sony Alpha 6300 kam im Sommer 2016 dazu und auf meiner anschließenden Nepal-Tour im Annapurna-Gebiet konnte ich zum ersten Mal den Luxus von 2 Kameras mit je einem sehr guten Objektiv auf einer Reise genießen. Hatte sogar mal wieder ein Stativ dabei! Und ich konnte mein gesamtes Gepäck als Handgepäck mit ins Flugzeug nach Kathmandu nehmen! Dies ist der aktuelle Stand meiner Ausrüstung Ende 2016, trotz einiger systembedingter Einschränkungen bin ich, hauptsächlich aus Gewichtsgründen, recht zufrieden damit.





Oktober 2017, Zeit für ein Update

Seitdem ich im Frühjahr dieses Jahres die Möglichkeit hatte, die neue Fujifilm X-T2 mit einer Handvoll Objektive ausführlich in der Toskana zu testen, war ich schwer in Nöten. Ich war ja eigentlich ziemlich zufrieden mit den kleinen Sonys, aber eben auch nur „eigentlich ziemlich“. Trotz dem unschlagbaren Gewicht-Bildqualität-Verhältnis hat sich die kleine Maschine nie so richtig als Kamera angefühlt. Eher als sehr gute Fotos machende Playstation. Mit der Fuji hat das Fotografieren plötzlich wieder richtig Spass gemacht. Das Bedienkonzept ruft sofort intensive Erinnerungen an die Zeit vor der digitalen Fotografie hervor, so richtig

schön mit ISO-, Verschlußzeit- und Belichtungskorrekturrädchen, mit Blendenring und auch dem Gefühl, eine Kamera in der Hand zu halten. Nachdem ich meine Leihgeräte zurückgegeben hatte, wollte ich die Sonys gar nicht mehr so richtig anfassen. Also musste die X-T2 her, ich konnte mich nicht davor drücken. Mittlerweile hab ich ein paar der hervorragenden f2,0-Festbrennweiten und ein sehr gutes Zoom, wenn ich mal nicht ständig die Objektive wechseln will oder kann. Die Bildqualität ist über alle Zweifel erhaben, das geht nur noch mit Vollformat besser. Aber die damit verbundene Schlepperei hatte ich ja schon, für mich ist APS-C ein absolut sinnvoller Kompromiss. Das Gefühl „eigentlich ziemlich zufrieden“ hat sich nach einem halben Jahr Fuji in „total zufrieden“ gewandelt.




zurück zur Übersicht



Frank Bienewald - Fotografie, Präsentation & Publikation

copyright by frank bienewald - 2017

+49 0178 9310184

 


Datenschutz Kontakt Impressum